Grüne: Cuxhaven und Bremerhaven regelmässig an Fernverkehr anbinden Bahn im Elbe-Weser Raum muss besser und schneller werden

Die Bahn im Elbe-Weser Raum muss noch deutlich besser und schneller werden, sagte Stefan Wenzel nach einer Veranstaltung mit Martin Mützel, dem Landesvorsitzenden des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Mützel hatte die Vorteile einer Elektrifizierung der Bahnstrecken erläutert. Lok- und Zugwechsel würden wegfallen. Im Personen- und im Güterverkehr seien Beschleunigungen möglich. Auch die Durchbindung von Fernzügen über Bremen und Bremerhaven nach Cuxhaven sei dann möglich. Daher ist die zügige Elektrifizierung sowie die Schrittweise Erreichung der Zweigleisigkeit auf der Stecke Bremerhaven- Cuxhaven nicht nur sinnvoll, sondern geboten, erklärten Stefan Wenzel, MdL und Kandidat im BT-Wahlkreis Cux-Stade 2 und Eva Viehoff, MdL und Fraktionsvorsitzende im Kreistag Cuxhaven (Grüne). „Im Verlauf der Niederelbebahn muss dringend die Behelfsbrücke über die Oste von 1945 bei Hechthausen erneuert und zweispurig ausgebaut werden“, sagte Ursula Männich-Polenz, grüne Kreistagsabgeordnete aus Himmelpforten im Landkreis Stade. Der Neubau der Brücke und der Ausbau der Bahnstrecken sei auch für den Güterverkehr nach Bremerhaven und Cuxhaven dringend erforderlich, so die drei Grünen. Scharf kritisieren sie, dass die Bundesregierung die Brücke in der Planung wieder zurückgestuft hatte. Notwendig seien auch funktionsfähige Ausweichstrecken wie Bremerhaven – Bremervörde – Rotenburg für Wartungsarbeiten, bei Unfällen oder anderen nicht vorhersehbaren Ereignissen. Die Bahnhöfe müssen zu Mobiltätszentralen werden, die als Schnittstelle zwischen Bahn, Bus, Bürgerbus, Fahrrad, Taxi, Carsharing und Auto fungieren. Sie sollen wo immer möglich auch Lebensmittel, Zeitungen, Abstellboxen für Fahrräder, Fahrradwerkstätten, Fahrradverleih, Unterstand und weitere Dienstleistungen vorhalten. Ein gutes Beispiel sei der Bürgerbahnhof in Cuxhaven. Im ländlichen Raum sei aber noch viel Luft nach oben. Auch die Reaktivierung von Bahnstrecken und Haltepunkten und eine gute Anbindung der Fähren an Weser und Elbe wurde gefordert. Die Strecke Stade-Bremervörde müsse wieder in Betrieb genommen werden, so Mützel. Akku-Hybridtriebwagen oder Wasserstoffantriebe seien überall dort sinnvoll, wo eine Elektrifizierung nicht oder noch nicht vorhanden sei. Entscheidend sind aus grüner Sicht auch bessere Tarifangebote. Tarifbrüche zwischen verschiedenen Verbünden müssen vermieden werden. Angestrebt wird ein landesweiter Verbund. Notwendig sei ein 365 € Jahresticket für junge Menschen und Menschen in Ausbildung. Das sei gerade im ländlichen Raum und zur Erreichbarkeit von Berufsschulen von herausgehobener Bedeutung. Wenzel: „Ein guter öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) schafft neue Freiheitsgrade. Man kann unterwegs arbeiten, lesen, klönen, spielen, entspannen oder schlafen. Autofahren sei hingegen anstrengend und fordere die ganze Aufmerksamkeit. Der Verkehrssektor könne und müsse einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Auch für den Tourismus in der Region sei ein guter ÖPNV ein zentraler Wettbewerbsvorteil.

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