Gespräche zu Auswirkungen des Brexit auf Fangrechte, nachhaltiger Fischerei und zu Meeresschutz Europaabgeordnete Viola von Cramon besucht Cuxhaven

Mit einem Tagesprogramm voller interessanter Besichtigungs- und Gesprächstermine war die Europaabgeordnete Viola von Cramon am (gestrigen) Donnerstag in Cuxhaven zur Unterstützung ihrer Grünen Parteifreunde im Bundestagswahlkampf unterwegs. Der Direktkandidat Stefan Wenzel, Elke Roskosch-Buntemeyer vom Ortsvorstand, sowie Bernd Jothe und Robert Babace vom Stadtrat kamen mit Vertretern der regionalen Fischereiwirtschaft und den Kutter- und Krabbenfischern zu einer Erörterung der Probleme mit den europäischen Fangrechten nach dem Brexit und anderer Themen zusammen.

In Gesprächen mit Michael Ditzer, Samuel Rodriguez Ortega, Philipp Rademann, Kai-Arne Schmidt, Horst Huthsfeldt und Philipp Oberdörfer ging es insbesondere um die von den Briten und Norwegern geforderten Fangrechte und um die nachhaltige Fischerei. „Die Brexit-Folgen treffen viele Branchen. Ich hoffe daher, dass Großbritannien und Norwegen erkennen, dass Kooperation auch in Zukunft der beste Weg ist“, sagte die Europaabgeordnete nach den Treffen. „Meeresschutz und Nachhaltigkeit gehören zusammen, um langfristig Fischerei zu gewährleisten.“

Auf einer  Fahrradtour durch das Hafengebiet mit Abstechern zum Steubenhöft und zur Alten Liebe konnte sich von Cramon einen Eindruck über die Entwicklung von Natur, Umwelt, Wirtschaft und Kultur an der Elbmündung verschaffen. „Nachdem Cuxhaven jahrzehntelang vor allem durch die Fischereiwirtschaft erfolgreich war, geben mittlerweile auch der Tourismus und die Erneuerbaren Energien entscheidende Impulse“, sagte der ehemalige Umweltminister Stefan Wenzel. Und dabei seien für die „Stadt im Herzen des europäischen Nationalparks Wattenmeer“ die wachsenden Herausforderungen für Natur und Umwelt von höchster Bedeutung.

Demzufolge stand auch bei den Begegnungen des Direktkandidaten Stefan Wenzel und der Europaabgeordneten mit BürgerInnen am Infostand in der Nordersteinstraße das Thema „Klimaschutz ist auch Küstenschutz“ im Mittelpunkt. Von Cramon: „Immer mehr WählerInnen wird bewusst, in welch brisante Lage wir weltweit geraten, wenn jetzt nicht gehandelt wird.“ Das werde sich auch in einem starken Wahlergebnis für die Grünen bei den Bundestagswahlen am Sonntag ablesen lassen, zeigte sich die Grünen-Politikerin überzeugt.

Wenzel: „Weltweit hängt die Ernährung von knapp 1 Milliarde Menschen von Meeresfrüchten ab. Nachhaltigkeit und Meeresschutz sind daher sehr wichtig für Fischfang und Aquakultur. Die Vermeidung von Schadstoffeinträgen und Mikroplastikeinträgen hat ebenfalls zentrale Bedeutung“. Der Selbstversorgungsanteil mit Meeresfrüchten liege in Deutschland derzeit unter zwanzig Prozent. Im November befasse sich eine UN Konferenz zum Nachhaltigkeitsziel SDG 14 „Leben unter Wasser“ mit diesen Themen.
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