Pressemeldung Nr. 206 vom

Ausgezeichnetes Konzept darf nicht durch Abi nach 12 Jahren zerstört werden GRÜNE: Deutscher Schulpreis für IGS-Göttingen praktischer Beweis für Erfolg des gemeinsamen Lernens

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule in Göttingen zur Auszeichnung mit dem Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof Stiftung gratuliert. "Das ist ein toller Erfolg für die Schule und eine wegweisende Entscheidung der Jury, die vor allem das Konzept des gemeinsamen Lernens überzeugt hat", sagte der Grünen-Politiker heute (Freitag) in Hannover.

Mit der Göttinger IGS habe eine Schule den mit 100.000 Euro dotierten Preis erhalten, die ihre Schülerinnen und Schüler auch im Binnenverhältnis nicht nach Leistung trennt. Das habe die Kultusministerkonferenz bundesweit nur fünf Schulen zugestanden. "Das Göttinger Tischgruppenmodell steht für beispielhafte Teamarbeit und führt zu herausragenden Leistungen, stärkt die soziale Kompetenz der SchülerInnen und führt ungewöhnlich viele zu einem guten Abitur", sagte Wenzel.

Es sei absurd, wenn das ausgezeichnete pädagogische Konzept der IGS in Göttingen unmittelbar nach der Übergabe des Preises durch den Bundespräsidenten Christian Wulff durch die Bildungspolitik der Niedersächsischen Landesregierung "im Kern zerstört wird", kritisierte der Grünen-Politiker. Das neuerdings auch für Gesamtschulen verbindliche Abitur nach 12 Jahren zwinge diese dazu, Schülerinnen und Schüler nach der neunten Klasse aufzuteilen. Wenzel forderte den Niedersächsischen Ministerpräsidenten McAllister auf, angesichts des in der Praxis erwiesenen Erfolgs des gemeinsamen Lernens den Integrierten Gesamtschulen wieder zu ermöglichen das Abitur nach 13 Jahren anzubieten.

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