Gleichberechtigung fürs Radfahren – Fahrradstraße nach Geismar – Flüthewehr GRÜNE fordern Lückenschlüsse im Radwegenetz

Mit zwei Radtouren am 26.5. und am 2.6. hat die GRÜNE Fraktion in Kooperation mit der GRÜNEN Fraktion im Kreis auf Mängel im bestehenden Radwegenetz hingewiesen. Sie fordern konkrete Verbesserungen:Das Rad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel: Regeln für Radfahrende müssen intuitiv sein„Die Verkehrsführung orientiert sich nach wie vor am Primat des PKWs, das Rad wird nur irgendwie darum herum drapiert. Damit muss endlich Schluss sein“, fordert Martin Worbes, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag. Die GRÜNEN haben auf ihrer Tour das Wirrwarr der unterschiedlichsten Regelungen für den Radverkehr hautnah erlebt: Benutzungspflichtiger Radweg und Radfahren auf der Straße wechseln sich ab, Radwege enden abrupt, es gibt Radschnellwege, aber nach StVO keine eindeutige Beschilderung. „An der Steinmetzkurve läuft ein wichtiger Radweg einfach in einen Bürgersteig aus. Regeln für Radfahrende müssen genauso intuitiv und konsequent zu Ende gedacht sein, wie sie es beim PKW sind“, so Rolf Becker für die GRÜNEN im Rat der Stadt Göttingen.Fahrradstraße endet 100 Meter vor der Kiesseestraße in Geismar „Viele Kinder, die im Kiesseekarree leben, müssen täglich die viel befahrene Kiesseestraße mit dem Rad überqueren. Die Strecke zwischen dem Kiesseekarree und der Innenstadt ist auch für viele Berufspendler*innen per Rad eine beliebte Strecke. Es erschließt sich nicht, warum die Fahrradstraße aus Richtung Innenstadt wenige Meter vor der Kiesseestraße endet, statt über diese hinweg ins Kiesseekarree zu führen“, so Ute Döring, GRÜNE im Ortsrat Geismar. Sie fordert die Fortführung des Radwegs, eine gefahrlose Anbindung für Schülerinnen und Schüler und die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Kiesseestraße auf 30 km/h.Radweg über den Flüthewehr„Es ist absurd, dass das Radfahren über das Flüthewehr nicht erlaubt ist“, so Becker. Das Flüthewehr gehört dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Dieser hat es aus Sicherheitsbedenken bisher abgelehnt, das Wehr für Radverkehr freizugeben. Tatsächlich ist der Fußgänger*innenüberweg so schmal, dass es für Lastenräder, Räder mit Kinderanhängern, Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und Fußgänger*innen mit Kinderwagen eine Herausforderung darstellt, die Engstelle zu passieren. Stefan Wenzel, GRÜNER im niedersächsischen Landtag, schlägt einen Vor-Ort-Termin mit dem NLWKN vor, um endlich Bewegung in die Sache zu bringen.Weitere Forderungen der GRÜNEN: Verlängerung des eRadschnellwegs vom Bahnhof bis in den Ortskern Rosdorf und Reaktivierung des Bahnhaltepunkts in Rosdorf inkl. eBike-Ladestation.Zum Abschluss der Stadtradeln-Aktion wird es am 23.6. vor dem Groner Freibad einen Rad-Aktionstag geben. 

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