Pressemeldung Nr. 421 vom

Anfrage zur Kontrollen - Unkenntnis der Behörden „nicht nachvollziehbar“ GRÜNE fordern umfassende Aufklärung über Krebsfälle in Gemeinde Friedland

Nach den Meldungen über eine ungewöhnlich erhöhte Zahl von Krebsfällen in der Gemeinde Friedland will der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel mit einer parlamentarischen Initiative zur Aufklärung beitragen. Es sei „nicht nachvollziehbar“, dass den staatlichen Behörden diese Entwicklung nicht aufgefallen sei. „Die Landesregierung steht in der Pflicht, die Ursachen umfassend aufzuklären“, sagte der Grünen-Politiker am Freitag (heute) in Hannover.

Nach Presseberichten wird vermutet, dass die Ursache für die Erkrankungen im Zusammenhang mit krebserregenden Chemikalien in einem metallverarbeitenden Betrieb in der Umgebung des Ortes steht. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hält einen Anfangsverdacht auf eine Straftat für gegeben und ermittelt gegen die besagte Firma.

Wenzel will mit seiner Anfrage erreichen, dass die Landesregierung umfassend alle Kontrollen dieser Firma durch das Gewerbeaufsichtsamt Göttingen und alle Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Nutzung von Entfettungsmitteln oder anderen gesundheitsgefährdenden Chemikalien dem Landtag und der Öffentlichkeit bekannt gibt.

Der Grünen-Politiker erinnerte an die anhaltende Kritik an der Wirksamkeit des niedersächsischen Krebsregisters. Deshalb soll ein neues Krebsregister im Dezember im Landtag beschlossen werden. Danach müssen künftig alle Krebserkrankungen an das Register gemeldet werden. Wenzel will jetzt geklärt wissen, ob nach Ansicht der Landesregierung mit dem neuen Gesetz sichergestellt wird, dass derartige Krebshäufungen wie in der Gemeinde Friedland in Zukunft frühzeitig erkannt und mögliche örtliche Ursachen gezielt abgestellt werden können.

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