Pressemeldung Nr. 253 vom

Offenbarungseid der Atomaufsicht von CDU und FDP GRÜNE: Jetzt auch noch radioaktive Lauge in Celle - Umweltminister zieht Spur der Zerstörung von Verantwortung und Vertrauen

Nach dem Bekanntwerden der Verbringung offenbar radioaktiver Laugen aus dem Atommülllager Asse in ein Bergwerk bei Celle sieht der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die zuständige niedersächsische Atomaufsicht vor dem Offenbarungseid. "Mit seinen Pflichtverletzungen hat Umweltminister Sander eine Spur der Zerstörung von Verantwortung und Vertrauen durchs ganze Land gezogen", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag (heute) in Hannover. Bislang hatten Betreiber und niedersächsisches Umweltministerium stets behauptet, dass der größere Laugenzufluss, bei dem täglich etwa 12 Kubikmeter anfallen, nicht radioaktiv belastet sei. Das habe der Betreiber auch bei einem Besuch Wenzels in der Asse versichert. Wenzel sprach von einem "Abgrund aus Lug und Trug in der Atomaufsicht".

Die Informationspolitik des Umweltministers sei eine einzige Katastrophe, meinte Wenzel. Es müsse umgehend geklärt werden, welche Personen im Umweltministerium zu welchem Zeitpunkt Kenntnis von den Vorgängen gehabt hätten. Alle bisher präsentierten Erklärungen seien unglaubwürdig. Wenzel, der auch Vorsitzender des Umweltausschusses des Niedersächsischen Landtages ist, will die umgehende Unterrichtung dieses Gremiums veranlassen. "Sander muss Rede und Antwort darüber stehen, welche Mengen nach Celle verbracht wurden, welche anderen Stellen möglicherweise beliefert wurden, welche radioaktiven Isotope in welcher Konzentration enthalten waren und über welche Pfade die Lauge kontaminiert wurde."

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