Pressemeldung Nr. 74 vom

Parlamentarische Anfrage zur Situation an Ganztagsschulen GRÜNE: Ministerin Heister-Neumann muss Recht auf Integration in der Schule sichern

Die Landtagsgrünen sehen die Gefahr, dass Integrationsklassen an niedersächsischen Ganztagsschulen zum Auslaufmodell werden. Mit einer parlamentarischen Initiative weisen die bildungspolitische Sprecherin Ina Korter und der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel darauf hin, dass inzwischen an mehreren Schulen die Weiterführung von Integrationsklassen für Kinder mit Lernbeeinträchtigungen gefährdet sei, weil das Kultusministerium keine ausreichende Unterstützung vor allem für den Ganztagsbetrieb zur Verfügung stellt.

Die Ressourcen für diese Konzepte seien seit Jahren gekürzt worden, so dass immer mehr Kinder mit besonderem Förderbedarf in Förderschulen beschult würden, kritisieren die Abgeordneten. "Seit 1993 formuliert unser Schulgesetz den Anspruch auf integrative Beschulung, aber die Landesregierung hat nichts getan, um diesen Anspruch auch einzulösen", sagte Korter am Mittwoch (heute) in Hannover. Überall fehle die Unterstützung durch Lehrkräfte und pädagogisches Personal. Besonders in den zahlreich vom Kultusministerium genehmigten Ganztagsschulangeboten sei die Führung von Integrationsklassen kaum realisierbar, weil das Personal für Förderung und Betreuung nicht ausreiche.

Korter forderte Kultusministerin Heister-Neumann auf, mit einer "unverzüglichen Nachbesserung" für die nötigen personellen Ressourcen an den Schulen zu sorgen.

"Integration muss in Niedersachsen endlich ernsthaft vorangetrieben werden. Sie darf nicht länger die Ausnahme sein, sondern muss zur Regel werden!", sagte die Grünen-Politikerin, die gemeinsam mit ihrem Fraktionsvorsitzenden eine Kleine Anfrage zu diesem Thema eingereicht hat.

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