Pressemeldung Nr. 218 vom

Grüne rufen zu Protesten gegen den Castor-Transport nach Gorleben im November auf Keine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken - Atommüll-Entsorgung in der Sackgasse

"Wir nehmen den Ball der Bürgerinitiativen auf", erklärten die Europaabgeordnete Rebecca Harms (Wendland) und der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Stefan Wenzel (Göttingen), am Montag in Hannover. Die Bürgerinitiativen der Atommülllager-Standorte hatten am Wochenende zu einer bundesweiten Demonstration Anfang November ins Wendland eingeladen.

Harms und Wenzel: "Diese Demonstration muss ein eindrucksvolles Signal gegen die Atomindustrie und ihre Lobby werden, die die Laufzeiten von deutschen Atomkraftwerken verlängern und weiterhin Atommüll produzieren wollen. Die Schachtanlage Asse, die als Prototyp für das in Gorleben geplante Atommüll-Endlager gilt, zeigt, dass der bisherige Weg der Entsorgung von Atommüll auf ganzer Linie gescheitert ist."

Es sei nicht hinzunehmen, dass die Bevölkerung das Risiko gesundheitlicher Gefährdung trage und dafür auch noch bezahlen müsse. "Während Laufzeitverlängerungen Extraprofite in die Kassen der Atomindustrie spülen würden, sollen die Milliardenkosten für das Endlagerdesaster in der Asse und die Nothilfe im Atomlager Morsleben der Allgemeinheit aufgebürdet werden", so Harms und Wenzel.

Die Grünen warnen davor, alte Fehler in Gorleben zu wiederholen. Nur mit einer ergebnisoffenen neuen Standortsuche könne der sicherste Endlagerstandort gefunden werden, so Harms und Wenzel.

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