Statement Stefan Wenzel zum heutigen Ortstermin auf der Marienburg

Zur Berichterstattung über einen beabsichtigten Kauf des Schlosses Marienburg bei Pattensen erklärte der Sprecher für Haushalt und Finanzen, Stefan Wenzel:

„Die Pläne der Landesregierung und der Klosterkammer sind ein absolutes Unding. Laut Denkmalschutzgesetz ist der Eigentümer verpflichtet, die Immobilie zu pflegen und instandzuhalten. Diese Pflicht in einer Nacht und Nebel Aktion auf das Land zu übertragen, geht gar nicht. Strohmanngeschäfte mit der Klosterkammer sind genauso unredlich und verletzten die Satzung der Klosterkammer. Vermutlich würde sich die Stifterin Elisabeth von Calenberg-Göttingen im Grab umdrehen, wenn dieser Deal vollzogen wird. Eine umgehende Unterrichtung des Haushaltsausschusses ist beantragt.“

Zum Hintergrund

Die Schaumburger Nachrichten schrieben am Nachmittag des 28.11.2018, dass das Land Niedersachsen beabsichtige das Schloss Marienburg zu übernehmen. Die Übernahme solle nicht direkt, sondern über eine Stiftung des Landes erfolgen. Im Gespräch ist offensichtlich die Klosterkammer. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete ebenfalls am Nachmittag des 28.11.2018, dass Land und Bund für die Sanierung des Baudenkmals 27 Mio € bereitstellen wollen.

Verwunderlich ist, dass die Landesregierung trotz laufender Haushaltsberatungen bislang keine Unterrichtung des Haushaltsausschusses vorgenommen hat. Vor diesem Hintergrund wird eine Information über den derzeitigen Eigentümer und dessen Vermögensverhältnisse für notwendig gehalten. Zudem wird gebeten über derzeit in Niedersachsen vorliegende Anträge auf Förderung der Sanierung von denkmalgeschützen Immobilien und Prioritäten der Förderung zu informieren.

Zurück zum Pressearchiv