Pressemeldung Nr. 150 vom

Verbund der kommunalen Stadtwerke muss Energiekonzernen „Paroli bieten“

Die "Neupositionierung der kommunalen Stadtwerke zur Stärkung ihrer Einflussnahme auf dem Energiemarkt" hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel anlässlich der heutigen (Donnerstag) Eurosolartagung in Braunschweig gefordert. Über den Zusammenschluss im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sollten sie als fünfte Kraft den vier marktbeherrschenden Konzernen "Paroli bieten". Was der Sparkassen- und Giroverband im Bankenmarkt geschafft habe, müsse der VKU für den Strom- und Wärmemarkt realisieren, sagte der Grünen-Politiker.

Wenzel: "Die Stadtwerke haben strategische Vorteile bei der Nutzung von hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung und dezentralen erneuerbaren Energiequellen. Und sie haben Know-How-Vorteile." Zur Steigerung der Durchsetzungsfähigkeit am Markt bedürfe es einer starken Vernetzung, intensiver Kooperation und eines schlagkräftigen Dachverbandes der kommunalen Unternehmen.

Auch betriebswirtschaftlich werde sich in Zukunft zeigen, dass die Nichtnutzung von Wärme und der Zwang zum Bezug von Kühlwasser neben den Kosten für Emmissionsrechte, ein entscheidender Wettbewerbsnachteil der großen zentralen Kondensationskraftwerke sei. Deshalb, so Wenzel, hätten Kohlekraftwerke ebenso wie Atomkraftwerke unter fairen Wettbewerbsbedingungen mittel- bis langfristig keine Chance mehr am Markt.

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