Protest von Anti-Atom Initiative in Göttingen Wenzel weist Vorwürfe zurück

Der Göttinger Abgeordnete und niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat Vorwürfe einer Anti-Atom Intiative im Zusammenhang mit dem Betrieb des Atomkraftwerks in Grohnde zurückgewiesen.

"Die Ungeduld der Anti-Atom Aktivisten kann ich gut verstehen", sagte Wenzel am Freitag (2. Mai) in Göttingen. "Die derzeit gültige rechtliche Lage kann jedoch nicht einfach ignoriert werden". Im vergangenen Jahr seien die Folgen und Nebenwirkungen des Einsatzes von MOX-Brennelementen sehr intensiv geprüft worden. Für einen sofortigen Abbruch der Nutzung fehle jedoch die rechtliche Grundlage; allerdings soll es nach dem aktuellen Austausch in Grohnde keinen weiteren Einsatz von neuen MOX Brennelementen in Grohnde mehr geben.

Das geltende Atomgesetz schreibe die Wiederverwendung der Brennelemente vor, um Proliferation von waffenfähigem Material zu verhindern, sagte Wenzel. Gleichwohl hatten die rot-grünen Koalitionspartner in der Landesregierung wegen der kritischen Stellungnahmen eine intensive Prüfung möglicher Gefahren und Nebenwirkungen und der Rechtslage vereinbart. Das Ergebnis der Prüfung findet sich auf der Website des niedersächsischen Umweltministeriums.
 Zusätzlich sei die Heranziehung von weiteren externen Sachverständigen vorgesehen worden, die bei meldepflichtigen Ereignissen mit einer Untersuchung der jeweiligen Vorgänge betraut würden. Auch die Untersuchung von notwendigen Konsequenzen aus den Ereignissen in Fukushima sei nicht abgeschlossen.

Derzeit steht das Atomkraftwerk Grohnde still, weil es zur Revision abgeschaltet wurde. Gleich zu Beginn der Revisions-, Prüfungs- und Instandhaltungsarbeiten wurde im nichtnuklearen Teil der Anlage ein Schaden am Generator festgestellt. Wann das Kraftwerk wieder in Betrieb gehen kann ist derzeit offen. Auch im nichtnuklearen Teil erwarte man vom Betreiber eine genaue Klärung der Ursachen.

Zurück zum Pressearchiv